Es gibt so einen Zustand, in dem die liebste Person plötzlich anfängt, durch ihre bloße Anwesenheit zu nerven, ohne auch nur ein Wort zu sagen.
Man vergräbt sich vor diesen Gedanken, man versucht, sanft zu sein, aber im Inneren herrscht nur Leere und der Wunsch, in Ruhe gelassen zu werden, berichtet der Korrespondent von .
Das nennt man emotionale Erschöpfung, und das hat nichts mit Verliebtheit zu tun, sondern ist nur eine Ermüdung durch ständigen Kontakt.
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enn wir die ganze Zeit zusammen sind, die ganze Zeit zur Verfügung stehen, die ganze Zeit reagieren müssen, geht die Ressource zur Neige wie das Benzin im Auto.
Der Körper ist so konzipiert, dass selbst die angenehmste Stimulation mit Kontinuität nicht mehr angenehm ist, sondern zur Belastung wird. Liebe braucht Pausen, Innehalten, Zeit, in der man einfach allein ist und niemandem etwas geben muss.
Psychologen vergleichen sie mit einer Batterie: Um zu glänzen, muss man gelegentlich den Stecker ziehen und sich allein aufladen.
Wer dieses Bedürfnis ignoriert, wird eines Tages feststellen, dass die Batterie völlig leer ist und sich nicht einmal über die Steckdose einschalten lässt.
Die Symptome der Erschöpfung sind einfach: Sie wollen schweigen, wenn er spricht, Sie wenden sich ab, wenn er Sie umarmen will, Sie werden ohne Grund wütend. Und das Schlimmste ist, dass man anfängt, sich schuldig zu fühlen und sich selbst noch mehr unter Druck setzt.
Der Ausweg besteht nicht darin, sich mit Gewalt zur Sanftheit zu zwingen, sondern ehrlich um eine Pause zu bitten. Ein Abend in der Woche, an dem man sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmert und nicht der „gute Partner“ sein muss, kann eine Beziehung retten.
Es ist normal, dass man seiner Lieben überdrüssig wird – das ist kein Betrug oder Verrat, sondern nur ein Signal, dass es an der Zeit ist, eine Pause voneinander zu machen. Und diejenigen, die dieses Signal zu hören wissen, leben glücklich und zufrieden zusammen, weil sie den Wert einer Trennung kennen.
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