Der Europäische Verband für Tiernahrung hat aktualisierte Ernährungsrichtlinien für Katzen und Hunde veröffentlicht, die jeder verantwortungsbewusste Tierhalter kennen sollte.
Das Dokument, das von den Aufsichtsbehörden in ganz Europa anerkannt ist, wird jährlich überarbeitet, um den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung zu tragen, und die Version 2025 hat wichtige Klarstellungen gebracht, berichtet .
Die wichtigste Änderung betrifft die Energiestandards: Wissenschaftler haben die Berechnung des Kalorienbedarfs überarbeitet, um das Alter, die Aktivität und sogar die Umgebungstemperatur zu berücksichtigen.
So benötigen beispielsweise Hunde im Alter von ein bis zwei Jahren durchschnittlich 130 Kilokalorien pro Kilogramm Gewicht, während Tiere im Alter von über sieben Jahren nur etwa 95 Kilokalorien benötigen.
In dem neuen Leitfaden wird besonders auf die Ausgewogenheit der Vitamine und Mikronährstoffe geachtet, die für die Krankheitsvorbeugung entscheidend sind. Das Verhältnis von Kalzium und Phosphor wurde für Katzen aktualisiert, um das Risiko einer Urolithiasis zu verringern, und die Dosierung der Vitamine A, E und D wurde überarbeitet.
Zum ersten Mal enthält das Dokument einen Anhang über den Körperfettanteil, den so genannten Body Condition Score, und praktische Empfehlungen zum Energieverbrauch.
Nun können die Besitzer das Gewicht ihres Tieres leichter überwachen und gefährliche Abweichungen von der Norm rechtzeitig erkennen.
Ein eigenes Kapitel ist den für Tiere tödlichen Produkten gewidmet: Weintrauben, Sultaninen, Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch – die Liste ist beeindruckend, und zu jedem Produkt gibt es eine detaillierte Beschreibung der Vergiftungssymptome.
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass schon eine kleine Menge dieser Produkte irreversible Veränderungen im Körper hervorrufen kann.
Die Autoren der Empfehlungen betonen, dass es keine allgemeingültige Fütterungsformel gibt und die Normen an die Rasse, das Temperament, die Aktivität und sogar an die Länge des Fells des Tieres angepasst werden sollten.
Eine falsche Ernährung steht in direktem Zusammenhang mit Fettleibigkeit, Gelenkproblemen, Problemen des Urogenitaltrakts und einer geringeren Lebenserwartung.
Abonnieren: Lesen Sie auch
- Was passiert, wenn sich Ihr Stress auf Ihr Haustier überträgt: Tierärzte über den Mechanismus der Emotionsspiegelung
- Warum Katzen stärker an Menschen gebunden sind als allgemein angenommen: Eine Studie von Wissenschaftlern widerlegt Stereotypen
