Wie man bei einem Schlaganfall erste Hilfe leistet, bevor der Krankenwagen eintrifft, sagte der Arzt

Wenn ein Schlaganfall auftritt, müssen vier Maßnahmen ergriffen werden: den Patienten richtig hinlegen, seine Mobilität einschränken, ihm Zugang zu frischer Luft verschaffen und den genauen Zeitpunkt des Auftretens der Symptome herausfinden, erklärte Marina Shurdumova, außerordentliche Professorin an der Abteilung für Neurologie, Neurochirurgie und medizinische Genetik der Pirogov-Universität, gegenüber Gazeta.Ru.

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Unterbrechung der Blutzufuhr zum Gehirn. Zu den Symptomen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinsverlust, einseitige Paresen oder Lähmungen, Gefühlsverluste und andere Erscheinungen. Manchmal kommt es zu einem meningealen Syndrom, das mit einer Reizung der Hirnhäute einhergeht. Es äußert sich in einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Licht und Berührungen sowie in einer Anspannung und Steifheit der Hinterkopfmuskulatur, die sich beim Versuch, den Kopf zurückzulegen, bemerkbar macht.

„Vor dem Eintreffen des Krankenwagens muss der Patient mit 30 Grad erhöhtem Kopf gelagert werden, Zugang zu frischer Luft erhalten und gegebenenfalls die Kleidung, die die Atmung behindert, aufknöpfen oder entfernen. Wenn Erbrechen auftritt, muss die Person auf die Seite gedreht werden, um eine Aspiration auszuschließen. Bieten Sie außerdem kein Wasser oder Essen an: Die Schluckfunktion des Opfers könnte beeinträchtigt sein und er könnte ersticken“, so der Arzt.

Außerdem sei es wichtig, den Zeitpunkt des Auftretens der Symptome herauszufinden, um das Rettungspersonal zu informieren – dies werde die Behandlungstaktik weiter beeinflussen, so der Arzt.

„Es ist auch wichtig, die Person nicht körperlich aktiv werden zu lassen, aufzustehen und sich umzudrehen – aufgrund der beeinträchtigten Koordination und Bewegung kann sie stürzen und sich zusätzliche Verletzungen zuziehen. Verschiedene Medikamente sollten dem Patienten nicht auf eigene Faust verabreicht werden. Blutverdünnende Medikamente können aufgrund der unbestimmten Art des Schlaganfalls (ischämisch oder hämorrhagisch) gefährlich sein und die weiteren Behandlungsmaßnahmen einschränken. Auch die Senkung des Blutdrucks kann den Zustand des Patienten verschlechtern, da der erhöhte Blutdruck in der akuten Phase des Schlaganfalls ein Abwehrmechanismus ist“, so der Arzt abschließend.

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