In jedem Paar gibt es zwei Vektoren: „Ich“ und „Du“, aber wenn es nur sie gibt, beginnt früher oder später die Überforderung.
Wir werden einander überdrüssig, nicht weil wir uns nicht mehr lieben, sondern weil es nichts gibt, was dieses ständige „Wir“ verwässert, berichtet der Korrespondent von .
Ein gemeinsames Hobby wird zum dritten Punkt, der die Konstruktion stabil macht, wie ein Dreibein anstelle von zwei Stöcken. Das kann alles sein: Laufen am Morgen, Brettspiele spielen, Kakteen züchten, in den Bergen wandern – Hauptsache, es ist für beide interessant.
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Wenn es eine gemeinsame Sache gibt, gibt es neben Kindern und Arbeit auch neue Gesprächsthemen, neue Gefühle, neue Eindrücke.
Man sieht sich nicht nur als Mann und Frau, sondern auch als Partner in seinen Hobbys, und das erfrischt die Gefühle.
Psychologen haben festgestellt: Paare mit gemeinsamen Hobbys streiten sich seltener und überstehen Lebenskrisen leichter. Weil sie einen Raum haben, wo sie zusammen sind, aber nicht im Alltag, sondern in der Freude, in der Kreativität, in der Bewegung.
Besonders wertvoll ist ein Hobby, bei dem man sich weiterentwickelt, bei dem man gemeinsam etwas Neues lernt, Schwierigkeiten überwindet.
Es bringt Sie näher zusammen als jedes Gespräch, weil Sie eine gemeinsame Erfahrung machen und nicht nur darüber diskutieren.
Forschungen von Neurowissenschaftlern bestätigen, dass gemeinsames Lernen und neue Erfahrungen die Dopaminproduktion erhöhen und ein Gefühl der Neuheit vermitteln.
Und Neuheit ist, wie wir wissen, das, was die Leidenschaft am Anfang einer Beziehung gab, und jetzt gibt sie eine gemeinsame Sache.
Der dritte Punkt der Unterstützung rettet auch dann, wenn das Paar abkühlt, wenn es scheint, dass es nichts mehr gibt. Er erinnert uns daran, dass wir nicht nur die Vergangenheit haben, sondern auch die Gegenwart, in der wir noch zusammen sein und glücklich sein können.
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