Was und wie man Bäume im Frühjahr sprüht: grundlegende Tipps

Foto: aus offenen Quellen

Es lohnt sich, mit der Schädlingsbekämpfung schon beim ersten wärmenden Wetter zu beginnen

Der Frühling ist da, und das bedeutet, dass es Zeit ist, über die Gartenpflege zu sprechen. Zu dieser Zeit werden Schädlinge und andere Krankheitserreger besonders aktiv. Das naheliegendste und nach vielen Kriterien beste Mittel zur Bekämpfung dieser Plage ist das systematische Besprühen des Gartens.

Sie sollten mit der Schädlingsbekämpfung beginnen, sobald das erste wärmere Wetter einsetzt, damit Sie möglichst effektiv vorgehen und Ihren Garten schädlingsfrei halten können.

Da die erste Spritzung die wichtigste ist, sollten Sie ihr besondere Aufmerksamkeit widmen. Die erste Spritzung sollte durchgeführt werden, wenn die ersten Knospen erscheinen und die Tagestemperatur nicht über 4 °C gestiegen ist. Sie können Produkte mit einer starken Konzentration verwenden, da die Bäume noch keine Blätter tragen und die Rinde den Baum vor schädlichen Auswirkungen schützt. Es lohnt sich jedoch, den Zustand jeder einzelnen Pflanze zu berücksichtigen: Wenn die eine noch „schläft“, kann eine andere zu diesem Zeitpunkt bereits „wach“ sein.

Für die erste Spritzung können Sie eine aufgelöste Mischung aus Kalk und Kupfersulfat verwenden – die so genannte Bordeaux-Flüssigkeit. Diese Mischung schützt Ihre Bäume vor Pilzbefall. Sie lässt sich leicht zu Hause herstellen und ist im Handel leicht zu bekommen. Wir raten Ihnen, eine dreiprozentige Lösung zu wählen – dies ist die optimale Konzentration für die erste Behandlung.

Eine Alternative zu Bordeaux-Flüssigkeit ist eine Lösung aus Eisensulfat. Die Konzentration der Lösung sollte in Abhängigkeit von der Schwere des Baumbefalls gewählt werden. Zeigt der Baum noch keine schweren Folgen des Befalls, reichen 300 g Eisensulfat auf 10 Liter Wasser aus. Wenn der Baum deutlich infiziert aussieht, mischen Sie 500 g mit der gleichen Menge Wasser. Bei starkem Befall fügen Sie alle 700 g hinzu – eine solche konzentrierte Lösung wird Harnstoff genannt und ist besonders wirksam. Falls gewünscht, können Sie 50 g Kupfersulfat hinzufügen – dies schützt die Blüten vor Spätfrösten und verzögert das Erscheinen der Knospen. Außerdem versorgt eine solche Mischung mit Kupfersulfat den Baum mit der notwendigen Menge an Stickstoff, den die Bäume im Frühjahr benötigen.

Während der Vegetationsperiode sollte ein geeignetes Mittel gewählt werden – es sollte auch bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr wirken und möglichst für den Menschen unbedenklich sein. Es gibt eine breite Palette von Produkten auf dem Markt, sowohl für Schädlinge (z. B. „Preparat 30-in“) als auch für Krankheiten.

Wenn die Knospen der Pflanzen zu wachsen beginnen und die Form von Kegeln annehmen, sollten Sie wissen, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass Sie Ihre Pflanzen ein zweites Mal besprühen sollten. Die zweite Behandlung sollte unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung jeder einzelnen Pflanze erfolgen, da sie bereits jetzt ungleichmäßig „reifen“. Versuchen Sie, wenn möglich, mit Ihren Nachbarn zu vereinbaren, dass sie ihre Gärten zur gleichen Zeit behandeln – das erhöht die Effizienz der Maßnahmen erheblich. Wenn Sie Bordeaux-Flüssigkeit verwenden, sollten Sie die Konzentration der Lösung auf 1% reduzieren, da die Knospen empfindlich auf Präparate mit hoher Konzentration reagieren.

Für die zweite Behandlung ist es sinnvoll, verschiedene Präparate zu mischen – zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten. Wir empfehlen, dafür moderne Mittel zu verwenden, denn der Fortschritt bleibt nicht stehen. Bei der Auswahl der Komponenten für die Lösung sollten Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen und darauf achten, ob sich die Stoffe zum Mischen und zur Anwendung bei unterschiedlichen Temperaturen eignen. Auf diese Weise können Sie eine einzige komplexe Behandlung durchführen, anstatt mehrere Spezialbehandlungen vorzunehmen.

Eine Mischung verschiedener Präparate eignet sich auch für die nachfolgende Behandlung, die mit dem Erscheinen der Blütenknospen durchgeführt wird, noch bevor diese sich öffnen. Versuchen Sie, bei der ersten, zweiten und dritten Behandlung unterschiedliche Wirkstoffe zu verwenden, damit sich Schädlinge und Krankheiten nicht daran gewöhnen – lesen Sie zu diesem Zweck die Inhaltsstoffe auf dem Etikett sorgfältig durch. Verwenden Sie nach Möglichkeit Stoffe, die für Insektenbestäuber nicht schädlich sind.

Vergessen Sie nicht, den Garten erneut mit einer Mischung von Präparaten zu behandeln – so festigen Sie das Ergebnis und schützen sich vor Schädlingen und Krankheiten. Das Wichtigste ist, dass Sie rechtzeitig spritzen und dabei die Witterungsbedingungen und die Entwicklungsphase jeder einzelnen Pflanze berücksichtigen. Achten Sie darauf, dass die Pflanze vollständig, von oben bis unten, bearbeitet wird. Es ist nicht überflüssig, auch den Bereich um den Stamm des Baumes mit der Lösung zu behandeln. Sparen Sie nicht an der Lösung – schon eine kleine Lücke in der Behandlung kann alle Maßnahmen zunichtemachen.

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