Jeder Katzenbesitzer weiß, dass sein Tier stundenlang reden kann und dabei je nach Situation die Intonation und Lautstärke des Miauens ändert.
Forscher haben eine überraschende Tatsache entdeckt: In der Welt der Katzen ist das Miauen der Kommunikation mit Menschen vorbehalten, und sie sprechen nicht auf diese Weise miteinander.
In freier Wildbahn verwenden erwachsene Katzen andere Laute – Zischen, Knurren, Heulen -, aber das Miauen gehört nur zum Repertoire der Kätzchen, die mit ihren Müttern kommunizieren.
Die Domestizierung hat dazu geführt, dass Katzen diese kindliche Form der Kommunikation beibehalten und sie meisterhaft an die Interaktion mit Menschen angepasst haben.
Katzen sind in der Lage, bis zu hundert verschiedene Laute zu erzeugen, und jedes Miauen kann je nach Ton, Länge und Frequenz eine andere Bedeutung haben. Darüber hinaus sind sie in der Lage, ihre Lautäußerungen zu verändern und sie an den jeweiligen Besitzer anzupassen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Hunde sind in dieser Hinsicht viel bescheidener und verfügen nur über etwa zehn verschiedene Laute.
Aber die Nase eines Hundes enthält bis zu 300 Millionen Geruchsrezeptoren, wodurch er Gerüche tausendmal besser erkennen kann als ein Mensch.
Papageien, die ebenfalls oft als Haustiere gehalten werden, überraschen auf andere Weise: Sie wiederholen Wörter nicht nur mechanisch, sondern können sie dank der einzigartigen Struktur ihres Stimmapparats im Zusammenhang verwenden.
Ihre Syrinx ermöglicht es ihnen, eine breite Palette von Tönen zu erzeugen, die anderen Tieren nicht zur Verfügung stehen.
Pferde sind beispielsweise in der Lage, menschliche Emotionen anhand des Gesichtsausdrucks zu erkennen und auf die Stimmungen ihres Besitzers zu reagieren, was sie in der Therapie unverzichtbar macht.
Und Ratten, die von vielen Menschen unterschätzt werden, haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis und können komplexe Rätsel lösen, indem sie sich Wege und Handlungsabläufe einprägen.
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