Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift BMC Public Health veröffentlicht.
An der Studie nahmen 489 Frauen aus dem Iran teil. Die Forscher verglichen die Menge an tierischem und pflanzlichem Eiweiß in der Ernährung der Probanden und untersuchten, wie dies mit dem psychisch-emotionalen Wohlbefinden zusammenhängt.
Die Frauen füllten Fragebögen zur Ernährung aus und unterzogen sich außerdem dem standardisierten DASS-21-Test, mit dem sich Symptome von Depression, Angst und Stress feststellen lassen. Anschließend berücksichtigten die Wissenschaftler weitere Faktoren, die die Ergebnisse beeinflussen könnten – Alter, schlechte Gewohnheiten, genetische Veranlagung.
Die Analyse ergab, dass die Teilnehmer mit dem höchsten Anteil an tierischem Eiweiß in ihrer Ernährung mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit über Symptome aller drei Erkrankungen berichteten.
Frauen in dieser Gruppe berichteten 2,6-mal häufiger über Depressionssymptome, 1,8-mal häufiger über Angstsymptome und 3,7-mal häufiger über Stresssymptome als Frauen, die weniger tierische Lebensmittel konsumierten.
Gleichzeitig stand pflanzliches Eiweiß in keinem statistischen Zusammenhang mit einem der untersuchten psychischen Zustände. Den Forschern zufolge könnte dieser Unterschied auf Unterschiede in der Zusammensetzung der Aminosäuren, der damit verbundenen Fette und der allgemeinen Art der Ernährung zurückzuführen sein.
Die Autoren betonen, dass die Arbeit keinen direkten Kausalzusammenhang beweist. Die Ergebnisse deuten jedoch auf eine mögliche Rolle der Proteinquelle für die psychische Gesundheit hin.

