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Experten erklären: Dieser Geruch wird durch Formaldehyd verursacht, eine starke Chemikalie, die zur gründlichen Behandlung aller Waren verwendet wird
Secondhand-Kleiderläden sind sehr beliebt, weil man dort Marken- und Qualitätskleidung zu minimalen Preisen finden kann. Der größte Nachteil eines solchen Einkaufs ist jedoch ein spezifischer stechender Geruch. Dostup schreibt darüber.
Bevor die gekaufte Ware in die Waschmaschine kommt, muss die Wirkung der Desinfektionsmittel, die tief in die Fasern des Gewebes eingebettet sind, neutralisiert werden.
Verwendung von Ammoniak
Experten bezeichnen diese Methode als die wirksamste im Kampf gegen Formaldehyd. Verdünnen Sie 20 bis 40 Milliliter Ammoniak (Salmiakgeist) in fünf Litern warmem Wasser.
Kleidungsstücke aus Baumwolle sollten eine Stunde lang in dieser Lösung eingeweicht werden, während synthetische Materialien länger – etwa sechs Stunden – einwirken müssen. Nach der Behandlung sollten die Kleidungsstücke gründlich an der frischen Luft gelüftet und erst dann gewaschen werden.
Salz, Backpulver und Essig für feine Stoffe
Wenn der Gegenstand vorsichtig behandelt werden muss, sollte eine mildere Lösung verwendet werden. Verdünnen Sie in fünf Litern Wasser 100 Milliliter Tafelessig, einen Esslöffel Backpulver und eine Prise Salz. Weichen Sie die Gegenstände mehrere Stunden lang in der Flüssigkeit ein.
Nach der chemischen Neutralisierung können Sie mit der normalen Reinigung fortfahren. Experten raten, einige wichtige Regeln zu beachten:
Hohe Temperatur
Wenn das Etikett auf dem Kleidungsstück es zulässt, sollte es bei 60 °C gewaschen werden. Heißes Wasser wäscht Fremdgerüche viel besser weg.
Doppelte Spülung
Dieser Modus garantiert ein maximales Ausspülen der Chemikalien- und Waschmittelrückstände aus den Fasern.
Verwendung des Conditioners
Es ist nur sinnvoll, einen angenehm duftenden Weichspüler hinzuzufügen, nachdem das Formaldehyd entfernt wurde. Ansonsten vermischt sich der Weichspüler nur mit dem chemischen Gestank, ohne das Problem zu lösen.
Um den Geruch dauerhaft zu beseitigen, empfehlen Experten eine Wärmebehandlung. Heißer Dampf ist in der Lage, tief in die Gewebestruktur einzudringen und den stechenden Geruch mit dem Kondensat herauszubringen.
Aber auch das klassische Lüften sollte nicht vernachlässigt werden: 1-2 Tage an der frischen Luft und die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht (Sonnenlicht) wirken wie ein natürliches Desinfektionsmittel.
Was macht man mit Dingen, die nicht gewaschen werden können?
Oberbekleidung (Mäntel), Kaschmirprodukte oder Lederschuhe erfordern alternative Ansätze. Für solche Artikel raten Experten zur Verwendung von Sorptionsmitteln. In eine Manteltasche oder in die Innenseite von Schuhen können Sie einige Tage lang einige Aktivkohletabletten oder trockene Teebeutel legen – sie werden einen Teil des unangenehmen Geruchs absorbieren.
Eine weitere beliebte Volksmethode ist das Einfrieren. Die niedrige Temperatur hilft, Bakterien abzutöten und schwächt den chemischen Geruch.
Beim ersten Waschen von gebrauchten Kleidungsstücken ist es jedoch strengstens untersagt, sie zusammen mit der Alltagskleidung zu waschen, da chemische Rückstände auf andere Stoffe übergehen können.

