Wenn sie nach Hause kommen und eine zerrissene Tapete oder zerkaute Hausschuhe sehen, sind viele Besitzer sicher, dass ihr Tier sich rächt oder etwas aus Bosheit tut.
Zoopsychologen warnen: Wir neigen dazu, Tiere zu vermenschlichen und ihnen Emotionen zuzuschreiben, die sie einfach nicht haben, und das hindert uns daran, Haustiere richtig zu verstehen und zu erziehen, berichtet der Korrespondent von .
Gefühle wie Schuld, Scham, Groll oder Arglist erfordern komplexe kognitive Fähigkeiten und die Bewertung von Handlungen unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten.
Die Gehirne von Hunden und Katzen sind anders strukturiert und können solche Verbindungen einfach nicht aufbauen, so dass sie nicht in der Lage sind, solche Emotionen im menschlichen Sinne zu empfinden.
Wenn ein Hund die Augen abwendet, die Ohren spitzt und den Schwanz einzieht, wenn man ihn anschreit, denken die Menschen, dass er sich schämt.
In Wirklichkeit handelt es sich dabei um Signale der Versöhnung und der Angst: Der Hund hat erkannt, dass Ihre Handlungen auf seine Handlungen zurückzuführen sind, und versucht, eine Bestrafung zu vermeiden, anstatt sich seiner Schuld bewusst zu werden.
Auch Katzen, die als besonders rachsüchtig gelten, sind nicht zu Beleidigungen oder Rache fähig. Wenn ein Tier nach einem Konflikt anfängt, seinen Besitzer zu ignorieren oder an unpassende Stellen zu scheißen, ist das eine Vermeidungs- und Stressreaktion, kein bewusster Wunsch, zu ärgern.
Eifersucht hingegen ist ein Gefühl, auf das Haustiere zugreifen können, wie die Forschung bestätigt. Wenn ein Besitzer einem Rivalen Aufmerksamkeit schenkt, sei es einem Kind, einem anderen Tier oder sogar einem Telefon, können Hunde und Katzen bellen, nach den Händen greifen und auf jede erdenkliche Weise die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Das Verständnis der wahren Emotionen von Tieren hilft, harmonische Beziehungen aufzubauen und Verhalten zu korrigieren.
Anstatt sich über das Tier zu ärgern oder es für rachsüchtig zu halten, sollte man nach den wahren Gründen für die Handlungen des Tieres suchen und auf seine Bedürfnisse eingehen, dann wird die Interaktion nur Freude bringen.
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