Psychologies.com: 9 nicht offensichtliche Anzeichen einer Essstörung

Versteckte Formen von Essstörungen können sich lange Zeit als „gesunder Lebensstil“ und „richtige Ernährung“ tarnen. Wir haben in unserem Artikel einige Warnzeichen zusammengestellt, auf die Sie achten sollten.

1. Gedanken über Essen nehmen zu viel Zeit in Anspruch

Man fängt an, ständig darüber nachzudenken, was man essen wird und wann man es essen wird. Ständiges Kalorienzählen, strenge Essenspläne, spezielle Apps und Küchenwaagen werden zur Norm. Auf seine Ernährung zu achten, ist an sich ganz normal. Aber wenn das Essen zu einem der Hauptthemen wird, um die sich der Tag dreht, kann das ein Zeichen für übermäßige Kontrolle sein.

2- Bewegung wird zu einer unerträglichen Verpflichtung

Körperliche Aktivität wird normalerweise mit Wohlbefinden und Freude an der Bewegung in Verbindung gebracht. Bei Essstörungen wird Sport jedoch zu einem obligatorischen Bestandteil des Programms, den man auf keinen Fall ausfallen lassen sollte. Wenn Sport Schuldgefühle oder Ängste auslöst und als Ausgleich für das, was man gegessen hat, empfunden wird, ist das ein Warnsignal.

3. Das Gewicht beeinflusst das Selbstwertgefühl

Die Zahl auf der Waage beginnt sich direkt auf die Stimmung auszuwirken. Nimmt das Gewicht ab, fühlt sich eine Person zufrieden und selbstbewusst. Steigt sie, fühlt man sich gereizt oder enttäuscht. Mit der Zeit stellt sich das Gefühl ein, dass der eigene Wert von diesen Indikatoren abhängt. Und das kann sehr weit gehen.

4. Strenge Regeln für die Ernährung sind im Kommen

Die Diät entwickelt allmählich alle möglichen Einschränkungen. Dabei kann es sich um Verbote bestimmter Lebensmittel oder um strenge Regeln für die Essenszeiten handeln. Ein Ernährungssystem kann nur sinnvoll sein, wenn es flexibel bleibt. Wenn aber jeder Verstoß gegen die Regeln ein starkes Schuldgefühl hervorruft, muss etwas geändert werden.

5. Das Essen beginnt das soziale Leben zu beeinträchtigen

Es kann auch vorkommen, dass eine Person beginnt, Zusammenkünfte zu meiden, bei denen es ihr schwer fällt, ihre Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Man weigert sich zum Beispiel, in ein Restaurant zu gehen oder mit der Familie Urlaub zu machen. Auch Reisen und Urlaube verursachen Spannungen, wenn nicht sicher ist, ob die gewohnte Ernährung und Bewegung eingehalten werden können.

6. Essen erweist sich als ein Mittel zur Stressbewältigung

Manchmal beginnt das Essen, als emotionale Stütze zu fungieren. Nach einem schwierigen Tag oder einem Konflikt besteht der Wunsch zu essen, auch wenn kein körperlicher Hunger besteht. Die Erleichterung ist meist nur von kurzer Dauer, und später können Schuldgefühle aufkommen. Und so geht es weiter und weiter.

7. Der Körper wird als Projekt wahrgenommen

Selbst wenn eine Person in guter Form ist, kann sie mit ihrem Aussehen unzufrieden sein. Es gibt immer ein neues Ziel: noch mehr Gewicht zu verlieren, „schlanker“ zu werden, das Verhältnis von Muskeln zu Fett zu verändern. Das hat zur Folge, dass die Arbeit am Körper fast ununterbrochen fortgesetzt wird und der Gedanke, etwas an sich selbst zu verändern, zwanghaft wird.

8. Der Wunsch, Essen zu „kompensieren“, erscheint

Nach einigen Mahlzeiten besteht der Wunsch, die Ernährung einzuschränken oder die körperliche Aktivität zu steigern. So kann es sein, dass eine Person eine „kompensatorische“ Mahlzeit zu sich nehmen oder mehr Sport treiben möchte, wenn sie bei einem Freund einen „extra“ Brownie isst oder vor dem Schlafengehen eine Limonade trinkt.

9. Essen wird von Anspannung begleitet

Essen kann zu Zweifeln und übermäßiger innerer Kontrolle führen. Fragen wie „Ist diese Portion klein genug?“, „War das Mittagessen zu kalorienreich?“ und „Wird das kleine Dessert zu einer Gewichtszunahme führen?“ tauchen ständig in Ihrem Kopf auf. Mit der Zeit erzeugt der Prozess des Essens immer mehr Ängste.

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