Die Füllung des Tellers während des Abendessens oder eines abendlichen Snacks wirkt sich direkt auf die Qualität der Nachtruhe aus. Von der Wahl der Speisen hängt es ab, wie schnell Sie in die Arme von Morpheus fallen können. Das Geheimnis für besseren Schlaf liegt nicht in pharmazeutischen Präparaten, sondern in der Fähigkeit, die natürliche Melatoninproduktion durch die richtige Ernährung anzuregen, haben die Organisatoren des Projekts Taste of Life herausgefunden.
Studien, die unter Profisportlern durchgeführt wurden, bestätigen den Einfluss des Speiseplans auf unseren Schlaf, schreibt das Portal „Eat at Home“. So gelten beispielsweise eiweißhaltige Lebensmittel wie Pute, Huhn und Fisch als Hauptlieferanten der Aminosäure Tryptophan. Sie hilft den Muskeln, sich zu regenerieren, und dem Gehirn, sich auf den Schlaf einzustellen. Um schneller einzuschlafen, können Sie eine Portion Reis zu Ihrem Abendessen hinzufügen: Die richtigen Kohlenhydrate beschleunigen den Einschlafprozess. Wenn Sie die Tiefschlafphase verlängern wollen, können Kiwi und Kirschen helfen. Diese Früchte enthalten Serotonin und Melatonin.
Wissenschaftler schenken dem Magnesium besondere Aufmerksamkeit. In der Fachzeitschrift Frontiers in Nutrition wurden beeindruckende Daten veröffentlicht: Bereits eine sechswöchige regelmäßige Einnahme dieses Minerals steigert spürbar die kognitiven Fähigkeiten, das Gedächtnis und die Reaktionsgeschwindigkeit. Das Interessanteste passiert jedoch nachts: Magnesium senkt die Herzfrequenz und erhöht die Herzfrequenzvariabilität. Für den Körper ist dies ein physiologisches Signal, dass der Stress vorbei ist und man sich entspannen kann. Magnesium findet sich in Spinat, Rucola, Kürbiskernen, Nüssen und Hülsenfrüchten. Gleichzeitig wirkt Kalium, das in Bananen reichlich enthalten ist, als mildes Muskelentspannungsmittel, das körperliche Spannungen abbaut.
Es kommt jedoch nicht nur auf die Zusammensetzung des Tellers an, sondern auch auf die Disziplin. Laut Rospotrebnadzor führt der Verzehr von schweren, scharfen und zuckersüßen Speisen zu einer unruhigen Nacht. Damit der Körper Zeit hat, die Nahrung zu verdauen, ist es notwendig, 3-4 Stunden vor dem Schlafengehen zu Abend zu essen. Idealerweise sollte die Abendmahlzeit zu 50 Prozent aus grünem Gemüse und zu weiteren 50 Prozent aus leichten Proteinen wie Eiern, Geflügel oder Hüttenkäse bestehen.
Wenn der Hunger vor dem Schlafengehen unerträglich wird, sollten Sie nicht den Kühlschrank auf der Suche nach Würstchen stürmen. Die Rettung ist ein Glas Kefir oder Naturjoghurt, ein paar Beeren, eine Scheibe Pute oder eine halbe Banane. Diese leichten Snacks belasten das Verdauungssystem nicht, sondern liefern dem Körper die nötige Menge an Tryptophan und Kalium für einen erholsamen Schlaf bis zum Morgen.
