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Katzen können auf menschliche Worte und Stimmen reagieren, aber das bedeutet nicht, dass sie Sprache auf die gleiche Weise verstehen wie Menschen
Ob Katzen menschliche Worte verstehen, ist eine Frage, die viele Tierhalter beschäftigt. Studien zeigen, dass Tiere die Stimme ihres Besitzers, die Intonation und sogar ihren eigenen Namen erkennen können. Allerdings nehmen sie Sprache anders wahr als Menschen.
Katzen können auf menschliche Worte und Stimmen reagieren, aber das bedeutet nicht, dass sie Sprache auf dieselbe Weise verstehen wie Menschen. Forschungen haben ergeben, dass Haustiere Intonationen, die Stimmen ihrer Besitzer und sogar ihre eigenen Namen erkennen können, aber sie nehmen Wörter eher durch Assoziation als durch Bedeutung wahr. Dies wurde von Cats.com berichtet.
Fachleute erklären, dass Katzen nicht über ausreichende kognitive Fähigkeiten verfügen, um menschliche Sprache vollständig zu verstehen. Gleichzeitig sind sie aber in der Lage zu erkennen, wenn sie angesprochen werden, und auf menschliche Stimmen, Gesten und Gesichtsausdrücke zu reagieren. So wie Menschen die Intonation eines Miauens erkennen können, aber den genauen Inhalt der „Botschaft“ nicht kennen, nehmen Katzen die menschliche Sprache in erster Linie durch den Tonfall und den Kontext wahr.
In der Zeitschrift Animal Cognition wurde eine Studie veröffentlicht, in der Wissenschaftler testeten, ob Katzen auf menschliche Stimmen reagieren, wenn ihre Besitzer nicht im Raum sind. Den Tieren wurden Aufnahmen von drei verschiedenen Stimmen vorgespielt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Katzen ein so genanntes Orientierungsverhalten zeigten – sie bewegten ihren Kopf und ihre Ohren, während sie dem Klang lauschten.
Gleichzeitig war die Reaktion auf die Stimme des Besitzers deutlich stärker als auf die Stimmen von Fremden. Dies deutet darauf hin, dass Katzen Menschen anhand ihrer Stimme unterscheiden können.
Eine andere Studie derselben Wissenschaftler zeigte, dass Katzen auch in der Lage sind, ihre eigenen Namen zu erkennen. Während des Experiments wurden den Tieren neutrale Wörter und ihre Namen vorgespielt. Die meisten Katzen reagierten nicht auf gewöhnliche Substantive, zeigten aber Orientierungsverhalten – sie drehten ihren Kopf oder bewegten ihre Ohren beim Klang ihres eigenen Namens.
Die Wissenschaftler erklären dies mit assoziativem Lernen: Ein Name wird oft mit positiven Ereignissen in Verbindung gebracht – Fütterung, Spiel oder Aufmerksamkeit des Besitzers.
Gleichzeitig näherte sich nur ein kleiner Teil der Katzen tatsächlich der Schallquelle. Weniger als 10 % der Tiere bewegten sich auf den Menschen zu, selbst wenn sie auf eine Stimme reagierten. Dies ist auf die natürliche Unabhängigkeit von Katzen zurückzuführen – im Gegensatz zu Hunden befolgen sie seltener Befehle.
Forscher schätzen, dass Katzen etwa 20 bis 40 Wörter erkennen können, manche sogar bis zu 50. Dabei geht es jedoch nicht um das Verstehen von Bedeutungen, sondern vielmehr um die Fähigkeit, Wörter mit bestimmten Handlungen oder Ergebnissen zu verknüpfen, wie z. B. Fressen, Streicheln oder Spielen.
Fachleute weisen darauf hin, dass es bei der Kommunikation mit einer Katze nicht so sehr auf die Worte an sich ankommt, sondern vielmehr auf die Intonation der Stimme. Tiere reagieren gut auf einen ruhigen und sanften Tonfall, während eine raue oder laute Intonation Stress oder Angst auslösen kann.
Wissenschaftler betonen auch, dass die regelmäßige Kommunikation mit einer Katze dazu beiträgt, die Bindung zwischen dem Tier und seinem Besitzer zu stärken. Katzen können auf menschliche Stimmen auf verschiedene Weise reagieren, z. B. indem sie den Kopf heben, die Ohren bewegen, schnurren oder sich am Menschen reiben.
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