„Goldenes“ Wasser. Ein Experte erklärt, wie man Geld für Wohnraum und Versorgungsleistungen sparen kann

Das Frühjahr 2026 begann für Hausbesitzer nicht nur mit der Erwärmung, sondern auch mit bedeutenden Änderungen im Wohnungsgesetzbuch der Russischen Föderation. Die Neuerungen betrafen die empfindlichsten – die Zahlungsbedingungen für Versorgungsleistungen und die Geldbörsen derjenigen, die die Installation von Zählern immer noch ignorieren. Zusammen mit dem Wohnungs- und Versorgungsexperten Dmitry Bondar untersuchte aif.ru, wie man jetzt für eine Wohnung bezahlen kann und warum Wasser „golden“ werden kann.

Kalender der Zahler: neue Termine

Die wichtigste verfahrenstechnische Änderung ist die Vereinheitlichung der Fristen. Wenn früher in verschiedenen Regionen und Verwaltungsgesellschaften (MC) Uneinigkeit herrschte, diktiert nun das Wohnungsgesetzbuch einen einheitlichen Rhythmus. Ab dem 1. März hat sich die Frist für die Bezahlung von Wohnungen und kommunalen Dienstleistungen verschoben. Jetzt müssen die Konten strikt vor dem 15. Tag des auf den Abrechnungsmonat folgenden Monats abgeschlossen werden.

In der Praxis sieht das so aus: Wir zahlen die Rechnung für Februar bis zum 15. März. Da der 15. März in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, erlaubt uns das Gesetz, die Zahlung am nächsten Werktag – Montag, den 16. März – vorzunehmen, ohne dass dies irgendwelche Folgen hat.

Mit dem Gesetz wurden auch die Verpflichtungen der Versorgungsunternehmen geändert: Sie müssen den Zahlungsbeleg spätestens am 5. des laufenden Monats in den Briefkasten einwerfen (oder elektronisch übermitteln). Damit haben die Bürger garantiert 10 Tage Zeit, um die Gebühren zu prüfen und zu bezahlen.

„Ab März 2026 sollten Wohnungseigentümer die neuen Regeln für die Zahlung der Nebenkosten beachten“, bestätigt der Experte für Wohnungswesen und kommunale Dienstleistungen Dmitri Bondar. – Die Zahlungsfrist verschiebt sich vom 10. auf den 15. des auf den Abrechnungsmonat folgenden Monats. Die Verwaltungsgesellschaften sind verpflichtet, spätestens am 5. Tag eine Quittung zu schicken. Der einheitliche Zeitplan trägt dazu bei, die Fristen besser im Auge zu behalten, da die Reihenfolge nun für alle Bürger im ganzen Land gleich ist.“

Es ist wichtig zu wissen, dass Säumniszuschläge nun automatisch erhoben werden.

Kaltwasserpreise haben sich für Personen ohne Zähler verdoppelt

Während die Daten leicht zu verstehen sind, können die finanziellen Neuerungen eine unangenehme Überraschung sein. Ab dem 1. März werden die Regeln für diejenigen, die nicht nach Zähler, sondern nach Norm bezahlen, strenger. Das gilt vor allem für die Kaltwasserversorgung.

„Die Berechnungen für Kaltwasser ohne Zähler wurden erheblich angepasst“, warnt Dmitri Bondar. – Der Erhöhungskoeffizient für Mieter, die sich weigern, Zähler einzubauen, wenn dies technisch möglich ist, ist von 1,5 auf 3 gestiegen. Diese Neuerung verteuert die Instandhaltung einer solchen Wohnung erheblich.

Tatsächlich ist der Wasserpreis für diejenigen, die keinen Zähler installiert haben, allein aufgrund des Koeffizienten doppelt so hoch wie im letzten Jahr, ohne Berücksichtigung der allgemeinen Indexierung der Tarife. Die Berechnungsmethode selbst ist die gleiche geblieben: Die Verbrauchsnorm wird mit der Anzahl der registrierten Personen (oder Eigentümer) multipliziert und nun mit 3 multipliziert.

Wie kann man Geld sparen?

Die Experten sind sich einig: Die Zeit der „durchschnittlichen“ Zahlungen gehört der Vergangenheit an. In Anbetracht des Anstiegs der Tarife (im Jahr 2026 durchschnittlich 9,9 %) und der Einführung des dreifachen Koeffizienten bleibt die einzige Möglichkeit, das Familienbudget zu schonen, eine strenge Buchführung und Überwachung des individuellen Verbrauchs.

Dmytro Bondar empfiehlt die Installation von individuellen Messgeräten (IMDs) für alle möglichen Ressourcen: Gas, Wasser, Strom und, wenn möglich, Heizung.

„Ohne Zähler wird nach dem Standard abgerechnet, der oft teurer ist als der tatsächliche Verbrauch. Der Einbau von Geräten hilft, genaue Daten zu sehen“, fasst der Experte zusammen. Wenn man den tatsächlichen Verbrauch sieht, hat man außerdem die Möglichkeit, Geld zu sparen, indem man den Verbrauch nach Möglichkeit reduziert – die Zahlen wirken visuell.

Außerdem sind die Gebühren seit diesem Jahr noch stärker an die tatsächliche Wohnfläche gebunden. Achten Sie darauf, dass die Fläche in allen Unterlagen korrekt angegeben ist!

Die wichtigste Schlussfolgerung! Korrekt ausgeführte Belege und rechtzeitig eingereichte Ablesungen sind eine Versicherung gegen zusätzliche Nullen in der Quittung.

Die gute Nachricht: Die Neuberechnung wird beschleunigt

Ab 2026 wird das Verfahren für die Neuberechnung von schlecht oder gar nicht erbrachten Dienstleistungen vereinfacht. Bei Unfällen, außerplanmäßigen Wasser- oder Heizungsabschaltungen soll sich der Betrag in der Abrechnung nun automatisch ändern – das GIS-System der Wohnungs- und Kommunalverwaltung erfasst den Vorfall, und die Abrechnungsabteilung der Verwaltungsgesellschaft ist verpflichtet, dies ohne Antrag des Mieters zu berücksichtigen. Dies soll endlose Kriege zwischen Eigentümern und Verwaltungsgesellschaften um jeden Cent verhindern, wenn die Heizkörper „kaum warm“ sind.

Erfahren Sie mehr zum ThemaWohnungs- und Gemeinschaftsdienste (HCS): was enthalten ist, wie man rechnet und wofür man zahltHCS ist ein Wort, das wir jeden Monat in den Abrechnungen sehen und oft als eine Reihe unverständlicher Zahlen und Abkürzungen wahrnehmen. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter ein ganzes System: von der Reinigung des Eingangsbereichs über die Reparatur des Aufzugs bis hin zur Versorgung der Wohnung mit Wärme und Wasser.Mehr lesen

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