Die Mode der Entgiftungen, Smoothies und Saftkuren wird in alarmierendem Tempo von neuen Trends abgelöst, und die Menschen stürzen sich von einem Extrem ins nächste, ohne an die Folgen zu denken.
Gastroenterologen schlagen Alarm: Der häufige Wechsel der Nahrungsmittel ist eine große Belastung für die Darmflora, die sich über Jahre hinweg an bestimmte Produkte gewöhnt, berichtet der Korrespondent von .
Studien über das Mikrobiom zeigen, dass sich die nützlichen Bakterien nur langsam vermehren und dass es Monate dauert, bis sich eine stabile Biozönose bildet.
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Wenn ein Mensch heute auf Keto setzt, morgen auf Rohkost umstellt und übermorgen beschließt, zu hungern, stirbt die Mikroflora ab, und an ihre Stelle treten Krankheitserreger, die Blähungen, Entzündungen und sogar Hautausschläge verursachen.
Ernährungswissenschaftler betonen: Gesunde Ernährung ist kein Wettlauf um Trends, sondern stabile Gewohnheiten für die nächsten Jahre.
Abrupte Änderungen sind nur aus medizinischen Gründen erlaubt, und im normalen Leben ist es besser, die Ernährung schrittweise umzustellen, indem man neue Produkte hinzufügt, anstatt alte päckchenweise zu eliminieren.
Der Darm mag Vorhersehbarkeit: Wenn man jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit und die gleiche Menge an Lebensmitteln isst, werden Enzyme rhythmisch produziert und die Verdauung funktioniert wie ein Uhrwerk. Chaotische Diäten unterbrechen diesen Rhythmus, und die Erholung kann Monate dauern.
Besonders gefährlich sind Mono-Diäten, bei denen man wochenlang nur Buchweizen oder nur Kefir isst.
Die Mikroflora verarmt, ganze Kolonien von Bakterien, die für die Immunität und die Synthese von B-Vitaminen verantwortlich sind, verschwinden, und dann muss man die Dysbakteriose lange Zeit mit Probiotika behandeln.
Statt nach einer magischen Diät zu suchen, sollten Sie also eine Diät finden, mit der Sie sich wohlfühlen, und diese auch durchgehend einhalten.
Abwechslung ist wichtig, aber sie sollte maßvoll und schrittweise erfolgen, damit Ihr Darm Zeit hat, sich zu bedanken und nicht um Hilfe zu schreien.
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