Wenn Sport das Herz zerstört: eine Warnung von Sportärzten

Wir sind darauf konditioniert worden, zu glauben, dass Sport immer eine gute Sache ist und dass man umso gesünder wird, je mehr man sich bewegt.

Doch die Sportkardiologie der letzten Jahre zeichnet ein anderes Bild: Es gibt eine Belastungsschwelle, jenseits derer das Herz aufhört, sich zu stärken und zu verschleißen, berichtet der Korrespondent von .

Studien an Marathonläufern und Triathleten zeigen, dass Menschen, die jahrelang an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit trainieren, Herzmuskelfibrose und Herzrhythmusstörungen haben

Das Herz, wie jedes Organ, hat eine Ressource der Stärke, und ständige Überlastung ohne Reparatur führt zu Mikrotrauma, die durch Narbengewebe ersetzt wird.

Physiologen erklären dies mit dem Phänomen des „Sportherzens“: Als Reaktion auf die Belastung dehnen sich die Kammern aus und die Wände verdicken sich, aber bei 10-20 % der Sportler wird dieser Prozess pathologisch.C

Das Herz vergrößert sich, aber sein Leitungssystem hat keine Zeit, sich zu reorganisieren, und es kommt zu Ischämiezonen und Herzrhythmusstörungen.

Besonders gefährlich ist das Training vor dem Hintergrund von Krankheit oder Schlafmangel. Ärzte warnen: Wenn Sie zu wenig geschlafen haben, gerade erkrankt sind oder gestresst waren, kann intensives Training eine Myokarditis – eine Entzündung des Herzmuskels – hervorrufen, deren Behandlung Jahre dauert.

Reha-Spezialisten betonen, dass nicht Rekorde gesund machen, sondern Regelmäßigkeit und Erholung.

Zwei Stunden zügiges Gehen pro Tag sind gesünder als zwei anstrengende Trainingseinheiten pro Woche, gefolgt von einer Woche Erholung auf der Couch und Pizza.

Die goldene Regel der Sportmedizin besagt, dass man so trainieren sollte, dass man am nächsten Tag wieder trainieren möchte, und nicht so, dass man kaum aus dem Bett kommt.

Mäßigung und Freude an der Bewegung sind das wahre Geheimnis der Langlebigkeit, nicht olympische Rekorde im Amateur-Fitnessstudio.

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