Die Norm von zwei Litern Wasser pro Tag ist für alle gesundheitsbewussten Menschen zu einem unerschütterlichen Dogma geworden.
Doch Physiologen und Nephrologen streiten sich seit langem: Woher diese Zahl stammt und für wen sie überhaupt relevant ist, berichtet der Korrespondent von .
Studien zeigen, dass der Wasserbedarf von Hunderten von Faktoren abhängt: Gewicht, Klima, körperliche Aktivität, sogar Nationalität und Alter.
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Die durchschnittliche Norm von zwei Litern berücksichtigt nicht das Wasser, das in Suppen, Gemüse, Obst, Tee und Kaffee enthalten ist, und das einen bedeutenden Teil der Tagesbilanz ausmacht.
Neurologen warnen: Wassermangel ist zwar gefährlich, aber an einfachen Anzeichen leicht zu erkennen.
Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Konzentrationsschwäche und dunkler Urin sind echte Anzeichen für Dehydrierung, keine abstrakten Empfehlungen aus dem Internet.
Das Gehirn besteht zu 75-80 % aus Wasser, und selbst eine leichte Dehydrierung beeinträchtigt die kognitiven Fähigkeiten, verlangsamt die Reaktionszeit und drückt die Stimmung. Sie können dies jedoch ausgleichen, indem Sie nicht zwangsweise zwei Liter trinken, sondern einfach eine Flasche mit sich führen und einen Schluck trinken, wenn Ihnen danach ist.
Das Paradoxe ist, dass viele Menschen Durst mit Hunger verwechseln und zu essen beginnen, obwohl sie eigentlich nur ein Glas Wasser brauchen.
Dies führt zu Überernährung, nicht zu Dehydrierung, und solche Fehler werden von Millionen von Menschen gemacht, die versuchen, ein Wasserregime zu befolgen, ohne die Physiologie zu verstehen.
Anstatt Liter zu zählen, lohnt es sich also, auf seinen Körper zu hören: Wenn der Urin leicht, die Haut geschmeidig und der Kopf klar ist, hat man genug Wasser getrunken.
Die Natur ist schlauer als Rechenmaschinen, und Durst ist der beste Indikator, den die Evolution über Millionen von Jahren geschaffen hat.
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