Warum der Frühjahrsschnitt aus sauren Trauben süße Trauben macht

Viele Gärtner scheuen sich, vor dem Sommer mit der Gartenschere an den Rebstock heranzugehen, weil sie das „Weinen“ der Pflanze fürchten. Dabei ist es gerade der Schnitt im März und April, der die Grundlage für schwere, saftige Quasten legt. Ohne diesen Schnitt vergeudet der Strauch seine ganze Energie mit der Produktion von nutzlosem Grün und hinterlässt kleine und saure Beeren, die nicht einmal Zeit haben, zu reifen.

Die besten Gründe, sich jetzt eine Baumschere anzuschaffen

Weintrauben haben eine einzigartige Eigenschaft – Polarität. Die Nährstoffe werden immer zu den obersten Knospen geleitet. Bleiben lange Stängel stehen, ist der untere Teil des Strauches kahl und die Pflanze erreicht eine unerreichbare Höhe.

  • Formgebung Fruchtverbindung ermöglicht es, den Saft in künftige Blütenstände zu leiten und nicht in das endlose Wachstum der Reben.

  • Durch das Entfernen erfrorener und trockener Triebe wird Platz für die Luftzirkulation geschaffen, was die beste Vorbeugungsmaßnahme ist Oidium и Mehltau.

  • Die Lastanpassung verhindert die Erschöpfung der Sträucher, so dass die Reben vor dem ersten Frost reifen können.

Ein Geheimtipp: Schneiden Sie immer „vom Auge her“, damit der Saft nicht die Knospe überflutet. Wenn die Flüssigkeit auf die Knospe gelangt, kann sie einfach verfaulen, bevor sie Zeit zum Aufwachen hat.

Arbeitstechniken für garantierte Ergebnisse

Beginnen Sie mit der Arbeit, wenn sich die Temperatur über 5 Grad Celsius stabilisiert hat, die Knospen aber noch in der Ruhephase sind.

  • Verwenden Sie nur scharf geschliffene Gartenscheredie einen sauberen Schnitt macht, ohne das Gewebe der Rebe zu quetschen.

  • Lassen Sie an jedem Trieb fünf bis zehn Knospen stehen, je nach Wuchsstärke der Sorte.

  • Achten Sie darauf, dass Sie Ersatzgliedmaße – Ein Kurzschnitt (zwei oder drei Knospen), der einen kräftigen Rebstock für die Ernte des nächsten Jahres hervorbringt.

  • Alle alten, grauen und rissigen Hülsen sollten ersetzt werden, wenn sie keinen kräftigen Jungwuchs aufweisen.

Wichtiger Tipp: Scheuen Sie sich nicht, bis zu 70 % der gesamten vegetativen Masse zu entfernen. Die Trauben sind äußerst widerstandsfähig und erholen sich sehr schnell, und übermäßige Reben sind der Hauptfeind der Beerenqualität.

„Lukas Weber ist Experte für den industriellen Weinbau und den privaten Gartenbau. Seit über fünfzehn Jahren befasst er sich mit der Selektion und dem Schnitt von Weinbergen in Regionen mit unterschiedlichen Klimazonen. Lukas hat persönlich mehr als dreißig verlassene Parzellen saniert und bewiesen, dass die richtige Buschgeometrie wichtiger ist als teure Düngemittel.“

Ein korrekter Frühjahrsschnitt spart Zeit bei der Krankheitsbekämpfung auf dem Höhepunkt der Saison und sorgt dafür, dass jede Traube gleichmäßig belichtet wird. Wenn die Sonne ungehindert in den Strauch eindringt, bildet sich der Zucker in den Beeren doppelt so schnell und die Schalen werden dünn und zart.

Häufig gestellte Fragen:

Was soll ich tun, wenn aus den Schnitten viel Saft austritt?

Das ist ein natürlicher Prozess, der normalerweise von selbst aufhört, wenn die Blätter anfangen, sich zu entfalten.

Kann ich Trauben beschneiden, wenn sich die Knospen bereits geöffnet haben?

In diesem Fall ist es besser, sich auf eine sanitäre Reinigung zu beschränken, um die zarten jungen Triebe nicht zu beschädigen.

Ist es notwendig, die Stecklinge mit Gartenlack zu bedecken?

Bei Reben müssen Schnitte bis zu einem Zentimeter Durchmesser in der Regel nicht abgedichtet werden.

Wie kann man eine lebende Knospe von einer gefrorenen unterscheiden?

Schneiden Sie die Spitze der Knospe vorsichtig ab: Ist sie grün, ist sie lebendig; ist sie braun oder schwarz, ist sie tot.

Beeinträchtigt der Rückschnitt die Winterhärte einer Pflanze?

Ja, richtig beschnittene Reben speichern Kohlenhydrate besser und sind wesentlich frostfester.

Was passiert, wenn man die Trauben im Frühjahr gar nicht schneidet?

Der Strauch verwandelt sich in einen undurchdringlichen Dschungel, die Beeren werden klein, und Krankheiten zerstören den größten Teil der Ernte.

Eine kompetente Vorgehensweise bei der Frühjahrsarbeit gewährleistet jedes Jahr eine stabile Obsternte.

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