Das Anschauen von Kurzfilmen in der Nacht wirkt sich negativ auf die Melatoninproduktion aus und führt zu Störungen im Schlafzyklus. Und das wirkt sich negativ auf das Gehirn aus, erklärt die Neurologin Svetlana Aleksandrova.
Eine solche Wirkung sei auf die Exposition gegenüber blauem Licht von Bildschirmen zurückzuführen, das die Produktion dieses Hormons unterdrückt. Sie stellte außerdem fest, dass der Missbrauch solcher Inhalte auch das Denkvermögen beeinträchtigt. Der häufige und schnelle Wechsel der visuellen Bilder stimuliert das Dopaminsystem, so dass es immer aktiver reagiert.
Mit der Zeit kann dies die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen, und es wird für eine Person schwierig, ohne einen ständigen Zustrom neuer Reize aus der Außenwelt auszukommen. Es handelt sich nicht um eine dauerhafte Hirnschädigung. Aber die Kontrollzentren und Bereiche, die für Motivation und Vergnügen zuständig sind, werden überlastet. Kinder und Jugendliche sind am anfälligsten, weil ihre Gehirne noch nicht vollständig ausgebildet sind, so der Arzt weiter.
Das Betrachten von Videos in der Nacht verkompliziert die Situation. Der durch die Unterdrückung von Melatonin verursachte Schlafmangel führt direkt zu Gedächtnisstörungen, Geistesabwesenheit und emotionaler Instabilität.
Um diese Folgen zu vermeiden, sollten Sie Ihre Zeit vor dem Bildschirm begrenzen und Pausen einlegen. Und benutzen Sie keine Geräte vor dem Schlafengehen, empfahl Alexandrova in einem Gespräch mit Podmoskovie Segodnya.
Taisia Kolobrod
