Die erste Behandlung des Gartens im Frühjahr: was man gegen Schädlinge und Krankheiten spritzen sollte

Foto: aus offenen Quellen

Was zu behandeln Obstbäume im zeitigen Frühjahr, lesen Sie unten

Die Frühjahrsbehandlung des Gartens ist ein grundlegender Schritt der Pflege, da sie es ermöglicht, Krankheitserreger und Schädlingslarven zu vernichten, bevor ihr aktives Leben beginnt.

Die Bestimmung des genauen Zeitpunkts für die erste Gartenbehandlung ist von entscheidender Bedeutung, da ein zu frühes Sprühen aufgrund der geringen Erregeraktivität unwirksam ist und ein zu spätes Sprühen zu chemischen Verbrennungen des jungen Gewebes führen kann.

Wann wird der Garten zum ersten Mal besprüht?

Bei der Durchführung der Arbeiten sollte man sich nicht vom Kalenderdatum, sondern von den tatsächlichen Witterungsverhältnissen leiten lassen. Das optimale Zeitfenster ist der Zeitraum, in dem die durchschnittliche tägliche Lufttemperatur stabil bei +4…+6 °C liegt.

Es ist wichtig, dass die Nachttemperaturen nicht unter -5 °C fallen, da das plötzliche Gefrieren des feuchten Mörtels in den Rindenrissen den Baum schädigen kann.

Die beste Zeit für die Bearbeitung ist morgens (vor 10:00 Uhr) oder abends nach Sonnenuntergang. So kann das Präparat auf der Oberfläche der Äste allmählich trocknen, ohne dass die direkte Sonneneinstrahlung aggressiv wirkt, was zu einer vorzeitigen Verdunstung des Wassers führen und die Konzentration des Wirkstoffs erhöhen kann.

Der wichtigste visuelle Anhaltspunkt ist der Zustand der Knospen. Die erste Behandlung wird ausschließlich an „schlafenden Knospen“ durchgeführt, d. h. wenn sie noch fest verschlossen, nicht geschwollen und nicht verfärbt sind.

Es ist zu beachten, dass die verschiedenen Kulturen nicht zur gleichen Zeit erwachen. So beginnen beispielsweise Johannisbeeren, Stachelbeeren und einige Pflaumensorten viel früher mit der Vegetation als Äpfel oder Birnen. Wenn an den Beerensträuchern bereits der „grüne Zapfen“ erschienen ist (die Spitze der Knospe hat sich salatfarben verfärbt und beginnt, die Schuppen auseinander zu drücken), ist es nicht mehr möglich, konzentrierte Lösungen zu verwenden.

In der Periode niedriger positiver Temperaturen (+4…+6 °C) beginnen die Sporen der meisten Pilzkrankheiten, wie z. B. Parsha und Moniliosis, aus dem Zustand der Anabiose zu kommen. Sie werden anfällig für die Wirkung von Fungiziden, haben aber noch keine Zeit, in das Gewebe des Baumes einzudringen. Die Vernichtung von Schädlingen und Infektionen in diesem Stadium wird als „Ausrottungsspritzung“ bezeichnet, da sie es ermöglicht, die Population von Krankheitserregern radikal zu reduzieren, noch bevor deren Vermehrung beginnt.

Behandlung von Bäumen im zeitigen Frühjahr

Für den qualitativen Schutz von Obstbäumen empfehlen Experten die Verwendung von drei Arten von Präparaten, von denen jedes seine eigene spezifische Wirkung hat.

  • Präparate auf Kupferbasis sind unverzichtbar für die Vorbeugung von Pilzinfektionen wie Parsha, Moniliosis (Fruchtfäule) und Krause Blattkrankheit des Pfirsichs. Am häufigsten wird eine 3%ige Lösung von Bordeaux-Flüssigkeit oder Kupfersulfat verwendet. Es ist wichtig, daran zu denken, dass diese Mittel durch Kontakt wirken, so dass sie die gesamte Oberfläche der Rinde gründlich bedecken sollten.
  • Verwendung Harnstoff (Urea) in hoher Konzentration (500-700 g pro 10 Liter Wasser) hat eine doppelte Funktion. Erstens verbrennt eine solche Lösung wirksam Pilzsporen und vernichtet Insektengelege. Zweitens verlangsamt der Stickstoff in der Zusammensetzung des Harnstoffs leicht das Erwachen der Knospen. Dies ist in Regionen, in denen Spätfröste im Frühjahr üblich sind, von Vorteil, da der Baum eine Woche später blüht, wenn die Gefahr von Farbschäden geringer ist.
  • Öl-Emulsionen (z. B. das Präparat 30-in) bilden einen dünnen, hermetischen Film auf den Zweigen. Er schneidet den Zugang von Sauerstoff zu den Überwinterungsstadien von Baumwollkapselwürmern, Milben und Blattläusen ab, was zu deren Tod führt. Dies ist besonders wichtig für Samen- und Steinkulturen wie Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume.

Regeln für die Arbeit

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, müssen bestimmte technische Feinheiten beachtet werden. Die Behandlung sollte nur bei trockenem und windstillem Wetter durchgeführt werden, damit das Präparat nicht durch Regen abgewaschen und gleichmäßig auf dem Baum verteilt wird.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Technik des Spritzens gewidmet werden. Es ist notwendig, nicht nur die dünnen Äste der Krone, sondern auch den Stamm und die Skelettäste gründlich zu benetzen, da sich in den Rissen der alten Rinde die meisten Schädlinge verbergen. Professionelle Gärtner raten auch dazu, die Stammringe zu behandeln, indem sie die Erde unter dem Baum ausschütten, wo Pilzsporen oft überwintern.

Wenn Sie die Ruhephase der Knospen verpasst haben und das Auftreten des „grünen Zapfens“ bemerken (wenn die Knospe anschwillt und Risse bekommt), muss die Konzentration der kupferhaltigen Präparate und des Harnstoffs unbedingt auf 1 % reduziert werden, um Verätzungen des jungen Gewebes zu vermeiden.

Kommentare:

Share to friends
Rating
( No ratings yet )
Nützliche Tipps und Lifehacks für den Alltag