Die Einnahme eines beliebten Medikaments wurde mit dem Risiko eines Augenanfalls in Verbindung gebracht

Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Ottawa. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Journal of Ophthalmology (BJO) veröffentlicht.

Die ischämische Optikusneuropathie entwickelt sich aufgrund einer gestörten Blutversorgung des Sehnervs und kann zu einem plötzlichen Sehverlust führen. Um einen möglichen Zusammenhang mit dem Medikament zu prüfen, analysierten die Forscher Daten aus dem Meldesystem für unerwünschte Ereignisse der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für den Zeitraum 2017-2024.

Insgesamt umfasste die Datenbank mehr als 30 Millionen Berichte über unerwünschte Wirkungen, von denen etwa 31.000 mit Medikamenten auf Semaglutid-Basis in Verbindung gebracht wurden. Die Analyse zeigte, dass Vegovi am häufigsten mit ischämischer Optikusneuropathie in Verbindung gebracht wurde.

Die Wahrscheinlichkeit dieser Komplikation war fast fünfmal so hoch wie bei einem anderen Arzneimittel mit demselben Wirkstoff – Ozempic.

Darüber hinaus stellten die Forscher Unterschiede zwischen den Geschlechtern fest: Männer waren mehr als dreimal so häufig von dieser Komplikation betroffen wie Frauen.

Die Autoren betonen, dass solche Datenbanken nur Berichte über unerwünschte Wirkungen erfassen und es nicht ermöglichen, die tatsächliche Häufigkeit von Komplikationen zu bestimmen oder einen direkten Kausalzusammenhang nachzuweisen. Dennoch weisen die Ergebnisse auf ein mögliches Risiko hin, das weitere Untersuchungen und eine genauere Überwachung von Patienten, die Medikamente gegen Fettleibigkeit einnehmen, rechtfertigt.

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