Wissenschaftler haben entdeckt, wie die Ernährung den Körper dazu bringt, ohne Sport abzunehmen

Foto: aus offenen Quellen

Es stellt sich heraus, dass kleine Veränderungen in der Ernährung eine Reaktion im Körper auslösen können, um Fett zu verbrennen

Wissenschaftler wissen, dass Kälte den Körper veranlasst, mehr Kalorien zu verbrennen, um sich warm zu halten. Dieser Prozess hilft, die Körpertemperatur zu halten, indem gespeicherte Energie in Wärme umgewandelt wird.

Seit Jahren suchen Wissenschaftler nach Möglichkeiten, dieses kalorienverbrennende System zu aktivieren, ohne die Menschen der Kälte auszusetzen, schreibt Earth. Es wird darauf hingewiesen, dass Wissenschaftler an der Universität von Süddänemark eine Studie durchgeführt haben, um herauszufinden, ob Nahrung allein eine ähnliche Reaktion auslösen kann.

Anstatt die Temperatur zu senken, reduzierten die Wissenschaftler die Menge bestimmter Nährstoffe in der Nahrung und maßen sorgfältig die Reaktion des Körpers unter kontrollierten Bedingungen.

Eine Ernährung, die die Kälte imitiert

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf zwei Aminosäuren, Methionin und Cystein, die häufig in Fleisch, Eiern und Milchprodukten vorkommen. Pflanzliche Lebensmittel enthalten in der Regel viel geringere Mengen dieser Aminosäuren.

In dem Versuch erhielten die Mäuse entweder eine normale oder eine Methionin-arme Ernährung. Einige Gruppen wurden bei Raumtemperatur belassen, während andere einer Kälte von 4 Grad Celsius ausgesetzt wurden.

Diese Anordnung ermöglichte einen direkten Vergleich zwischen Ernährung und Kälteexposition, so dass wir feststellen konnten, ob die Ernährung allein den Energieverbrauch signifikant erhöhen kann.

Energieverbrauch ohne Reduzierung der Nahrungsaufnahme

Bei Zimmertemperatur verbrauchten Mäuse mit einer methioninarmen Ernährung etwa 20 % mehr Energie als Mäuse mit einer Standarddiät.

Die Nahrungsaufnahme blieb in allen Gruppen etwa gleich, und die körperliche Aktivität änderte sich nicht. Der zusätzliche Gewichtsverlust war eher auf eine erhöhte Wärmeproduktion als auf eine verringerte Nahrungsaufnahme oder erhöhte Aktivität zurückzuführen.

„Die Mäuse, die am meisten Energie verbrannten, nahmen die gleiche Menge an Nahrung zu sich wie die anderen und bewegten sich nicht mehr oder weniger. Wir beobachteten einen 20-prozentigen Anstieg ihrer Thermogenese. Sie verloren mehr Gewicht, und zwar nicht, weil sie weniger aßen oder sich mehr bewegten – sie erzeugten einfach mehr Wärme“, erklärt Professor Jan Wilhelm Kornfeld die Zahlen.

Umstellung auf Fettverbrennung

Die Diät veränderte auch die Art und Weise, wie der Körper Energie verbraucht. Die Mäuse verbrannten nicht mehr Kohlenhydrate, sondern nutzten mehr Fett als Energiequelle.

Und wenn sie Kälte ausgesetzt wurden, stieg der Energieverbrauch in allen Gruppen drastisch an. Das heißt, Kälte erwies sich als starker Auslöser und verringerte die Unterschiede zwischen den Diäten. Allerdings führte die Kombination von Kälte und Methionineinschränkung zu einem zusätzlichen Gewichtsverlust.

Hormone erhöhen den Energieaufwand

Hormone spielten bei diesen Veränderungen eine wichtige Rolle. Die Einschränkung der Methioninzufuhr erhöhte den Spiegel eines Hormons, das dem Körper signalisiert, den Energieverbrauch zu erhöhen.

Kälteeinwirkung erhöhte ebenfalls den Spiegel dieses Hormons, obwohl die Kombination beider Signale den Hormonspiegel nicht signifikant ansteigen ließ. Dieses Ergebnis legt nahe, dass eine eingeschränkte Ernährung diesen Signalweg bereits stark aktiviert.

Die Werte eines Markers für die Fettverbrennung in der Leber stiegen sowohl bei der Diät als auch bei der Kälteexposition an, was bestätigt, dass der Körper während der Intervention auf eine stärkere Fettverwertung umstellte.

Warum es für Fettleibigkeit wichtig ist

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Ergebnisse der Studie vielversprechend sind. Sie zeigen, dass die Veränderung bestimmter Nährstoffe in der Ernährung das natürliche Wärmeproduktionssystem des Körpers aktivieren und die Kalorienverbrennung ohne Kälteeinwirkung steigern kann.

Künftige Behandlungen von Fettleibigkeit könnten sinnvolle Ernährungsumstellungen mit Medikamenten kombinieren, um dem Körper zu helfen, mehr Energie zu verbrennen und gleichzeitig den Appetit zu kontrollieren.

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