Unter Fleischliebhabern gibt es die Legende, dass die perfekte Steakpfanne nie mit Wasser und Seife abgewaschen, sondern nur mit Salz und Öl eingerieben wird.
Daran ist etwas Wahres dran, aber es besteht auch die Gefahr, unhygienische Bedingungen zu schaffen, die sowohl das Essen als auch die Gesundheit verderben, berichtet ein Korrespondent von .
Gusseiserne Bratpfannen mögen keine Seife, weil sie die Schicht aus verbranntem Öl abwäscht, die die natürliche Antihaftbeschichtung bildet. Diese Schicht wird über Jahre hinweg aufgebaut und macht die Pfanne besser als jedes Teflon-Kochgeschirr.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Bratpfanne überhaupt nicht gewaschen werden sollte, sondern nur ohne Seife, mit heißem Wasser und einer steifen Bürste. Nach dem Waschen wird die Bratpfanne sofort trocken gewischt und leicht eingeölt, damit sie nicht rostet.
Wenn etwas Süßes oder Saures, z. B. eine Soße, auf der Pfanne anbrennt, muss zwar weiterhin Seife verwendet werden, aber danach muss die Schutzschicht wieder hergestellt werden. Dazu wird die Pfanne mit Salz geglüht und anschließend eingeölt.
Ein mir bekannter Koch in einem Steakhaus hat mir einmal gezeigt, wie die Pfannen im Restaurant gepflegt werden: Nach jeder Schicht werden sie mit grobem Salz und Pflanzenöl eingerieben und dann gebrannt. Seife kommt nur in extremen Fällen vor, einmal im Monat.
Moderne Bratpfannen mit Antihaftbeschichtung sollten unbedingt nur mit einem weichen Schwamm gereinigt werden. Ruß auf solchen Pfannen verbessert ihre Eigenschaften nicht, sondern verhindert nur ein gleichmäßiges Erhitzen.
Edelstahl hat übrigens seine eigenen Regeln: Man kann ihn mit allem abwaschen, aber zum Braten von Steaks muss er perfekt sauber sein, sonst klebt das Fleisch an den Flecken des alten Fetts.
Letztendlich hängt die Häufigkeit des Abwaschens vom Material der Pfanne ab, aber eine Regel bleibt gleich: Schmutziges Kochgeschirr lässt das Essen nicht besser schmecken, und die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer Ihrer Lieblingsbratpfanne um Jahrzehnte.
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