Hundebesitzer schwanken immer zwischen Schuldgefühlen und Müdigkeit und denken, dass ein Hund stundenlanges Gassi gehen braucht.
Ein Kynologe behauptet, dass das Glück eines Hundes nicht in Kilometern gemessen wird, sondern in der Intensität des Spaziergangs und der Befriedigung grundlegender Instinkte, so ein Korrespondent von .
Eine halbe Stunde intensives Schnüffeln an Sträuchern und Pfählen lastet das Gehirn des Hundes genauso aus wie zwei Stunden Balljagd. Der Geruchssinn ist der Hauptinformationskanal des Hundes, und das Lesen von „Hundenachrichten“ ermüdet und erfreut ihn viel mehr als Mechanik.
Die zweite wichtige Komponente ist die freie Wahl des Weges und die Möglichkeit des Kontakts mit Angehörigen. Ein Hund, der immer nur an der Seite läuft und nicht schnüffelt, wird zum Roboter und baut Stress auf, weil er das Bedürfnis, die Welt zu erkunden, nicht erfüllt.
Kurze, aber häufige Ausflüge von 15-20 Minuten zur Toilette werden nicht als Spaziergänge betrachtet, sondern sind nur die Erfüllung eines Bedürfnisses. Um glücklich zu sein, muss man mindestens einmal am Tag für 40-60 Minuten rausgehen und den Hund Hund sein lassen: schnüffeln, sich hinlegen, Kontakte knüpfen.
Die moderne Forschung bestätigt, dass Stadthunde, die zweimal täglich 10-15 Minuten spazieren gehen, einen höheren Cortisolspiegel haben. Sie sind ständig ängstlich, weil sie nicht genug Informationen über ihr Revier bekommen.
Ideal sind 30-40 Minuten am Morgen zum Schnüffeln und eine Stunde am Abend für aktives Spiel und Kontakt. Wenn die Zeit jedoch begrenzt ist, ist es besser, 20 Minuten lang Gerüche zu erkunden, als eine Stunde lang ohne Ablenkung neben dem Fahrrad herzulaufen.
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