Wie man aufhört, nachts zu essen und nicht unter Schlaflosigkeit leidet: Psychologe über Gewohnheiten und Auslöser

Ein Mann öffnet jeden Abend nach zehn Uhr den Kühlschrank, obwohl er vor ein paar Stunden ein großes Abendessen zu sich genommen hat, und kann nicht einschlafen, bevor er nicht ein Sandwich oder einen Keks gegessen hat.

Er schwört sich, dass es morgen nicht mehr vorkommt, aber der Abend kommt, und seine Hände greifen wieder nach dem Essen, und sein Gewissen – nach Selbstmissbrauch, berichtet der Korrespondent von .

Der Psychologe erklärt, dass es sich bei den nächtlichen Ausflügen zum Kühlschrank meist nicht um physischen Hunger handelt, sondern um ein Ritual, das sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. Der Körper hat sich daran gewöhnt, vor dem Schlafengehen Dopamin zu bekommen, und ohne dieses kann er sich nicht entspannen und in den Ruhemodus schalten.

Das Abendfieber provoziert oft einen Mangel an Eiweiß und Fetten während des Tages, denn am Abend verlangt der Körper nach Sättigung. Wenn das Frühstück und das Mittagessen kohlenhydrathaltig und leicht waren, bricht bei Einbruch der Dunkelheit ein Heißhunger aus, dem man nicht widerstehen kann.

Schlafmangel und Müdigkeit begünstigen ebenfalls nächtliches Naschen, da der Körper nach schneller Energie sucht, um in den Schlaf zu kommen. Der Cortisolspiegel sollte am Abend sinken, doch wenn eine Person übermüdet ist, steigt er an und das Gehirn benötigt Glukose, um den Stress zu bekämpfen.

Langeweile und Einsamkeit sind häufige Begleiter des nächtlichen Naschens, denn Essen ersetzt Geselligkeit und Unterhaltung. Wenn es nichts zu tun gibt und man sich mit niemandem unterhalten kann, wird der Kühlschrank zum besten Freund, der immer da ist, um zu trösten.

Um den Kreislauf zu durchbrechen, müssen Sie das Ritual ersetzen, anstatt den Hunger mit Willenskraft zu bekämpfen. Anstelle von Keksen können Sie Kräutertee trinken, ein Buch lesen, ein Bad nehmen oder sich einfach früh die Zähne putzen, um Ihrem Gehirn zu signalisieren, dass die Mahlzeit vorbei ist.

Telefon- und Computerlicht unterdrückt Melatonin und stimuliert Cortisol, so dass das Gehirn denkt, der Tag gehe weiter. Am besten legen Sie eine Stunde vor dem Schlafengehen Ihre Geräte beiseite und schaffen sich ein Entspannungsritual ohne Essen, damit Sie leichter einschlafen und der Kühlschrank nachts nicht winkt.

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