Wie Sie Ihren Spiegel nach dem Duschen ohne spezielle Produkte beschlagfrei machen: Physik für das Badezimmer

Jeder, der schon einmal geduscht hat, kennt den Frust: Man kommt aus der Kabine, will in den Spiegel schauen, und der ist mit einem dichten Dampfschleier überzogen, der erst nach etwa zehn Minuten verschwindet.

Man muss entweder warten oder den Spiegel mit einem Handtuch abwischen, was Schlieren und Fussel hinterlässt. Es stellt sich heraus, dass die Physik eine einfache Lösung bietet, für die man keine teuren Antibeschlagmittel kaufen muss, berichtet der Korrespondent von .

Das Geheimnis ist, dass das Beschlagen durch die Kondensation von Wasserdampf auf einer kalten Oberfläche entsteht. Wenn die Temperatur des Spiegels in der Nähe der Lufttemperatur im Badezimmer liegt, setzt sich der Wasserdampf nicht mehr auf dem Spiegel ab.

Am einfachsten ist es, wenn man vor dem Waschen eine Minute lang einen heißen Wasserstrahl aus der Dusche auf den Spiegel richtet, damit sich das Glas erwärmt. Es gibt jedoch eine noch wirksamere und kostengünstigere Methode: gewöhnlicher Rasierschaum.

Tragen Sie eine dünne Schicht Rasierschaum auf einen trockenen Spiegel auf, reiben Sie ihn über die gesamte Oberfläche und spülen Sie ihn nach ein paar Minuten ab, ohne zu warten, bis er getrocknet ist. Er hinterlässt einen mikroskopisch kleinen Film aus Tensiden auf dem Glas, der die Oberflächenspannung des Wassers verändert, und die Tropfen tropfen einfach ab, ohne zu verweilen.

Flüssigseife hat denselben Effekt, wenn man sie auf einen Spiegel aufträgt und mit einem trockenen Tuch darüber reibt, bis sie verschwindet. Je gründlicher Sie die Seife auftragen, desto dünner und unmerklicher wird die Schutzschicht.

Eine Behandlung reicht für mehrere Tage, je nachdem, wie oft man sich im Bad wäscht und wie feucht die Luft dort ist. Glycerin, das in jeder Drogerie erhältlich ist, wirkt sogar noch besser als Seife, da es einen hydrophilen Film bildet, der Wasser anzieht.

Paradoxerweise sorgt die dünne Glycerinschicht dafür, dass sich das Wasser in einer gleichmäßigen Schicht auf dem Spiegel verteilt, ohne Tropfen zu bilden, und der Spiegel bleibt klar, wenn auch nass. Und wenn man ihn trocken wischt, hält der Effekt lange an.

Wer sich die Mühe des Reibens nicht machen will, kann auch mit einem Föhn arbeiten: Einfach den Spiegel vor dem Duschen mit heißer Luft erwärmen. Eine Minute mit dem Föhn und das Glas heizt sich so stark auf, dass der Wasserdampf in der nächsten halben Stunde nicht mehr darauf kondensiert.

Diese Methode funktioniert allerdings nur in elektrischen Badezimmern, in denen eine Steckdose in der Nähe ist, und erfordert einen vorsichtigen Umgang mit Wasser und Strom. Und noch eine letzte Lebensweisheit, die immer funktioniert, aber vergessen wird: gute Belüftung.

Wenn man die Dunstabzugshaube vor dem Duschen voll aufdreht und danach anlässt, erreicht die Luftfeuchtigkeit im Bad keinen kritischen Punkt und der Spiegel bleibt auch ohne Behandlung sauber. Das setzt aber eine gute Belüftung voraus, die nicht in allen Wohnungen vorhanden ist, vor allem nicht in älteren.

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